Leinenbegegnungen und ihre Herausforderungen

Leinenbegegnungen!

Großartiges Thema, wie ich finde!
Ich habe meine Hunde häufig an der Leine (Jäger halt…) und treffe auf andere Hunde. Diese sind entweder frei oder ebenfalls angeleint.

Szenario 1:
Frei und ungehorsam schießen die Hunde her und veranstalten ein riesen Tohuwabohu. Primel und George sind zurecht verärgert und reagieren ihrerseits ungehalten. Keine schöne Situation, aber, Hand aufs Herz, leider Alltag!

Szenario 2:
Der andere Hund ist ebenfalls angeleint und wir gehen alle glücklich unserer Wege.
Doch halt, es gibt ja noch ein 3. Szenario… Ihr ahnt schon welches ich meine?
Prima, ich sehe, ihr wisst wovon ich spreche…. schreibe 🙂
Also kommen wir zu…

Szenario 3:
Alle Hunde  sind angeleint, aber wir können nicht glücklich unserer Wege gehen, denn der andere Hundebesitzer lässt seinen bereits mit den Worten, meiner macht nichts, fröhlich herankommen. Puuuh… darauf habe ich ehrlich gesagt aber sowas von überhaupt keine Lust.

Viele Hunde sind deutlich
mutiger an der Leine

Hunde, die an der Leine sind, können sich nie ‚frei‘ bewegen. Sie können nicht so interagieren, als wenn sie sich ohne Leine begegnen. Viele Hunde sind deutlich mutiger an der Leine als ohne. Sie ziehen sich ihre Kraft und Stärke aus der Leine, der Verbindung zu uns!

Deshalb agieren viele Hunde an der Leine unverhältnismäßig. Sie wissen, letztendlich kann mir nicht viel passieren, Herrchen oder Frauchen ‚retten‘ mich eh. So kann es blitzschnell zu unschönen Situationen kommen.

Kennen sich die Hunde und hatten schon die Gelegenheit miteinander zu kommunizieren, so ist das kein Problem. Aber bei fremden Hunden muss man wirklich vorsichtig sein und gut aufpassen. Der andere Hund kommt mit großen Schritten, erhobener Brust, hohem Kopf und hoher Rute auf uns zu?
Dann gehen wir lieber schön im Bogen herum und anständig weiter.

Wir sollten die Körpersprache unserer Hunde gut kennen! 

Wir müssen alle miteinander lernen, achtsam zu sein und die Wünsche unserer Mitmenschen zu respektieren. Vielleicht habe ich ja einen ängstlichen Hund, der sich fürchtet, wenn ein anderer so herankommt? Vielleicht hat mein Hund gerade Giardien und soll überhaupt keine Hundebegegnungen haben? Vielleicht mag mein Hund keine anderen Hunde? Das alles kann ich doch im Vorfeld gar nicht wissen.

Wir gehen ein hohes Risiko ein, wenn wir unsere Hunde immer zusammen lassen. Gehen Leinenbegegnungen schlecht aus, können wir schnell selber einen ‚Leinenrambo‘ haben. Lieber mache ich auf dicke Hose, dann kommt mir schon kein anderer Hund zu nahe. Das gefällt uns Hundebesitzern natürlich auch nicht.

Also seid vorausschauend und werdet auch nicht sauer, wenn euch ein anderer Hundehalter bittet, euren Hund nicht herzulassen. Er meint es nicht böse und hat dafür immer gute Gründe.

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